ISE-Studie weckt Zweifel an PV-Plänen
Im Auftrag des Bundesverbandes Solarwirtschaft hat das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme analysiert, in welchem Maße die PV-Vergütung gesenkt werden könnte.
Die Studie stellt die vom Prognos-Institut dem Bundeswirtschaftsministerium vorgelegten Zahlen in Frage, auf deren Basis eine Vergütungsabsenkung von derzeit geplanten 16 Prozent möglich erscheint. Mit der neuen Studie habe das ISE ermitteln wollen, welche Vergütung erforderlich ist, damit ein in Deutschland effizient arbeitender Hersteller seine Produkte kostendeckend anbieten kann, so der Autor der Studie, Gerhard Stryi-Hipp, der bis 2009 selbst als Geschäftsführer beim BSW beschäftigt war. Demnach sei bei 30-kW-Anlagen eine Absenkung von 6 Prozent und bei 100-kW-Anlagen von 10 Prozent angemessen.
Das ISE warnt davor, derzeit auch am Markt angebotene Preise gerade von ausländischen Herstellern zur Grundlage der EEG-Novelle zu machen. Chinesische Hersteller könnten so die Strategie verfolgen, andere Anbieter vom Markt zu verdrängen – und später dann die Preise wieder erhöhen. AWi
Quelle: Solarthemen, 322, 25. Februar 2010