Unabhängig sein und Klima schonen – Werden auch Sie Vorreiter in Sachen Elektromobilität
Parallel zum Vormarsch erneuerbarer Energien, ist die dadurch Sinn machende Elektromobilität verstärkt in den Fokus gerückt - besonders in Verbindung mit Solarstrom vom eigenen Dach. Aber Elektro- oder einfach E-Fahrzeuge punkten nicht nur durch emissionsfreie Wirtschaftlichkeit. Auch ihre Lärmbilanz kann sich sehen lassen: Kein Motorenlärm stört Fahrer, Passanten oder Anlieger, denn außer Fahr- und Abrollgeräuschen ist nichts zu hören – ein Segen gerade bei Rollern und Motorrädern! Auch Rauchwolken, Abgasgestank oder CO2-Ausstoß gehören der Vergangenheit an.
Da beim Verbrennungsmotor ein Großteil des Benzins in Wärme umgewandelt wird und ungenutzt verpufft, ist der Wirkungsgrad bei E-Fahrzeugen um das Dreifache größer. Schließlich kommt hier der Großteil des Stromes als Antriebsenergie auf die Straße.
Sind die Batterien wirklich noch zu wenig leistungsfähig? Beantworten Sie sich die entscheidenden Fragen doch einfach selbst: Für welche Fahrtstrecken benötigen Sie das E-Fahrzeug? Wie oft müssen Sie damit große Distanzen zurücklegen, für die vielleicht auch Alternativen wie Bahn, Mietfahrzeug, Car-Sharing oder ähnliches in Frage kommen? Laut Statistik beträgt die durchschnittliche Fahrtstrecke pro Tag 36,9 Kilometer, die tägliche Fahrtzeit 43 Minuten. Für den Elektrobetrieb des damit eher Stehzeug als Fahrzeug, sind die heute verfügbaren Batterieleistungen von 100 bis 150 Kilometer Reichweite also völlig ausreichend.
Welche Batterietechniken finden Verwendung?
• Bleibatterien werden noch häufig bei E-Rollern eingesetzt. Sie sind robust, günstig und für Strecken von 50 bis 100 Kilometer gut geeignet.
• Lithium-Ionen-Batterien, wie von Handy und Laptop bekannt, werden zunehmend für E-Autos verwendet. Pro Gewichtseinheit bieten sie gegenüber Blei circa das Dreifache an Kapazität. Leider sind sie aber noch sehr teuer, was das Verhältnis zwischen Preis und Reichweite beeinträchtigt. Ein Grund, weshalb speziell entwickelte E-Leichtfahrzeuge gegenüber den auf E-Antrieb umgerüsteten konventionellen klar im Vorteil sind. Da Erstere viel weniger Masse bewegen müssen, bringen sie es derzeit auf eine Reichweite von 100 bis 150 Kilometer.
Abhängig von der Leistung des Ladegerätes sowie der Kapazität der Batterie dauert das volle Aufladen häufig fünf bis neun Stunden, bei Schnellladegeräten eine bis drei Stunden. Allerdings sind die Batterien nur sehr selten wirklich leer, da sie zu Hause, am Arbeitsplatz oder einer öffentlichen Stromtankstelle meist nach jeder Fahrt gleich wieder aufgefüllt werden. Und über Nacht spielt die Ladezeit schon gar keine Rolle.
Die laufenden Kosten von E-Fahrzeugen sind insgesamt deutlich geringer als bei konventionellen. Bei einem Verbrauch von 10 – 30 kWh pro 100 Kilometern ergeben sich gerade mal Fahrtkosten in Höhe von zwei bis sechs Euro. Darüber hinaus sind E-Fahrzeuge steuerbefreit und auch die Wartungskosten sind niedriger, da viele Baueile gar nicht existieren.
Noch nicht ganz so günstig sieht es bei den Anschaffungskosten von E-Fahrzeugen aus. Geringe Stückzahlen bedeuten eben auch hohe Preise, die im Vergleich zur Ausstattung mit Verbrennungsmotor lediglich bei Rollern unwesentlich höher liegen. Prinzipiell gilt: Je größer die Batterie, desto höher der Mehrpreis. Aber da gibt es ja auch bei konventionellen Fahrzeugen Preisunterschiede von mehreren zehntausend Euro. Wie bei allem im Leben, sind es die persönlichen Prioritäten, die entscheiden.