Schafwolle

Schafwolle ist ein natürlicher, sich immer wieder erneuernder nachwachsender Rohstoff. Energetisch betrachtet besteht die Basis für diesen Rohstoff lediglich aus Gras, Wasser und Sonnenlicht.

Die gewaschene Wolle besteht zu etwa 97% aus dem Protein Keratin. Keratin ist ein unlöslicher Gerüsteiweißstoff, dessen kleinste chemische Bausteine aus 18 bis 24 verschiedenen  Aminosäuren bestehen. Diese sogenannten Peptidketten sind  sehr reaktionsfreudig.

Dies ist auch der Grund, wieso Schafwolle mittlerweile gezielt eingesetzt wird, um ebenfalls reaktionsfreudige Schadstoffe wie z. B. Formaldehyd aus belasteten Innenräumen herauszufiltern.

Das Wollhaar wird aus dem inneren Haarstamm und einer äußeren sich  überlappenden Schuppenschicht gebildet. Die Faser kann aufgrund dieser Struktur bis zu 40% ihres Eigengewichts an Feuchtigkeit in ihrem inneren Kern speichern – ohne sich feucht anzufühlen oder nennenswert bei den Dämmeigenschaften nachzulassen. Die aufgenommene Feuchtigkeit wird wieder abgegeben sobald sich das umgebende Klima ändert. Dadurch bildet die Dämmung ein dauerhaftes Regulativ zur optimalen Gestaltung des Kleinklimas im Gebäude.

Aus diesem Grund sind Schafwolldämmstoffe besonders zum Einbau in diffusionsoffene Wand- und Dachkonstruktionen geeignet.  Die Schafwolle schafft die ideale Balance zwischen Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit.